Familienfreundlich und SozialSicherheit geben – nicht nur mit Alarmanlagen

Gemeinsame Ausflüge, Unterstützung für den Nachwuchs und Hilfe untereinander: Die Reichenbacher ESRA GmbH ist ein Vorbild für Familienfreundlichkeit.

Was das bei dem Unternehmen für Sicherheits-, Medizin- und Kommunikationstechnik alles einschließt, konnte Mitarbeiterin Christin Kammel am eigenen Leib verspüren.


Christin KammelDas Vogtland als neue Heimat

Eigentlich kommt sie aus Sachsen-Anhalt. Doch seit 2007 ist Christin Kammel in der Region heimisch geworden. „Damals begann meine Ausbildung an der Staatlichen Studienakademie in Glauchau. Der Praxisteil fand von Anfang an bei der ESRA GmbH in Reichenbach statt“, erklärt die 27-Jährige. Und diese Entscheidung habe gleich gepasst. „Die Atmosphäre stimmte“, meint sie. Und das hat sich bis heute nicht geändert, denn Christin blieb auch nach ihrem Abschluss bei dem Unternehmen. Als Diplom-Ingenieurin für Versorgungs- und Umwelttechnik gehört sie zum Team der technischen Zeichner und Planer bei ESRA, konstruiert die Brand- und Einbruchmeldeanlagen für die Kunden. 

Inzwischen hat die junge Frau in Reichenbach eine Familie gegründet, ihrer Karriere tat das keinen Abbruch. Zuerst kam Söhnchen Marian, der heute dreieinhalb Jahre alt ist. „Dreizehn Monate blieb ich zu Hause, danach konnte ich problemlos auf Teilzeit wieder einsteigen.“ Es folgte Sohn Samuel, der inzwischen auch schon zehn Monate ist.

„Ab Mai beginne ich wieder zu arbeiten. Bei ESRA ist die Unterstützung wunderbar, durch die Gleitzeit kann ich auch mal früher aufhören oder später anfangen, falls es mit den Kindern oder im Kindergarten Probleme gibt.“

„Mein Chef will nicht einmal einen Stundenplan sehen."

Nicht nur die Familienfreundlichkeit hat sich die Unternehmerfamilie Strobel der ESRA GmbH auf die Fahnen geschrieben. Der Senior-Chef Friedrich Strobel (51) erläutert: „Das ist nur ein Teil unserer Firmenphilosophie. Wir haben unseren Betrieb 1990 als Christen gegründet und wollen die christliche Ethik auch im Alltag leben.“

Und Grit (49) und Simon (25) Strobel ergänzen: Sie sind ein Familienunternehmen – und dazu zählen eben auch die rund 20 Mitarbeiter. Konkret heißt das: Die Firma bezahlt die Kindergartenplätze, organisiert ein familienfreundliches Ausflugswochenende einmal im Jahr, ermöglicht Gleit- und Teilzeitarbeit, wie bei Christin Kammel. Dazu kommen noch Extraurlaube, beispielsweise bei Hochzeit, oder spezielle Gutscheine. 

 

 

Von „Zusatzkosten“ will Familie Strobel nicht sprechen.

„Die enge Bindung untereinander zahlt sich aus. Ständig wechselnde Mitarbeiter können wir uns als Firma im Sicherheitssektor überhaupt nicht leisten. Wir erarbeiten Alarmanlagen für Banken oder Museen – da gehören zuverlässige Arbeiter dazu“,

erklärt Grit Strobel. Wie weit die Hilfe bei ESRA gehen kann, hat Christin Kammel selbst schon verspürt: „Als ich anfangs noch keine Familie hatte, wurde ich einmal sehr krank. Da habe ich meinen Chef und seine Familie aus dem Bett geklingelt – er kam und hat mich sofort zum Arzt gefahren.“

Auch jetzt, während ihrer Elternzeit, hält sie den Kontakt zur Firma, schaut mit Söhnchen Samuel regelmäßig vorbei und bleibt durch die gemeinsamen Mitarbeiterfrühstücke auf dem Laufenden.
 
Für die 27-Jährige Christin ist nicht nur die ESRA GmbH längst Heimat geworden.

„Mein Mann zog ebenfalls mit nach Reichenbach und hat Arbeit gefunden. Wir können uns nicht mehr vorstellen, woanders hinzugehen. Ich habe als Wahl-Vogtländerin längst Fuß gefasst. Die Menschen sind herzlich und hilfsbereit. Auch meine Eltern freuen sich, wenn sie uns besuchen – dann genießen sie die Natur, besichtigen die Göltzschtalbrücke und andere Sehenswürdigkeiten.“ 

InformationenDie ESRA GmbH in Reichenbach

Als Friedrich Strobel im Jahr 1990 sein Unternehmen gründete, stand eine Sache für ihn fest: „Ich will den Mitarbeiter als Mensch sehen, nicht nur als Arbeitskraft.“ 2008 wurde der 51-Jährige auf den Wettbewerb „Familienfreundlichstes Unternehmen im Vogtlandkreis“ angesprochen, er bewarb sich – und die ESRA erlangte den ersten Platz.

Im September 2015 werden es 25 Jahre, dass die Firma am Einbau und der Umsetzung von Sicherheits- und Kommunikationstechnik tüftelt. Einbruch- und Brandmeldeanlagen gehören genauso dazu wie Telefonsysteme, zum Teil auch mobil und untereinander vernetzt. „Sie können beispielsweise am Strand liegen und sich Bilder auf das Handy schicken lassen, von dem, der gerade an Ihrer Tür klingelt“, erklärt Grit Strobel. Zu den Kunden der ESRA gehören Banken, Museen, Krankenhäuser, Parkhäuser und Privatpersonen. Im letzten Jahr gab es einen Firmenumzug: Jetzt arbeiten die rund 20 Mitarbeiter, größtenteils Systemtechniker und Elektroniker, in größeren Planungsbüros in der Reichenbacher Friedensstraße.