Andreas StaschEin Koch aus Leidenschaft – seit 30 Jahren

Staschis Sauerbraten oder Staschis Riesenschnitzel: Das sind zwei Gerichte, bei denen sich die Kantine des Schönecker Unternehmens GK Software schnell füllt. „Staschi“ - das ist der Spitzname des Kochs: Andreas Stasch.

Der fühlt sich sehr geschätzt und gibt das wiederum an sein Essen weiter. Die selbst zubereiteten Gerichte verfeinert er mit viel Liebe zum Detail – den Sauerbraten beispielsweise mit Zartbitterschokolade, Lebkuchen und weiteren, geheimen Zutaten.

„Staschi“ sagt: Bei GK Software fühlt er sich angenommen.

„Ich kann mich kreativ ausleben, fühle mich bestätigt und genieße viele Freiheiten. Die Arbeit macht hier unheimlich viel Spaß.“

Überhaupt hat der 46-jährige Koch hier in Schöneck, im Vogtland, sein Glück gefunden. Gebürtig stammt er aus Chemnitz, in diesem Jahr feiert er sein 30-jähriges Berufsjubiläum.

„Ich wollte nie etwas anderes machen und eigentlich nach meiner Ausbildung auf einem Schiff anheuern.“

Stattdessen entschied er sich nach dem Mauerfall für eine „Tingeltangel-Tour“, wie er es nennt: Er arbeitete auf den Bermudas, in Amerika und längere Zeit in Schwäbisch Hall. In den späten 1990er Jahren kam er zurück nach Sachsen und in den Chemnitzer Raum - und hatte zuerst Probleme, sich wieder einzuleben.

„Mir hat damals die Achtung vor meinem Beruf gefehlt, die ich in anderen Regionen gespürt habe. Ich wollte meine Erfahrung und mein gesammeltes Wissen weitergeben und mich engagieren. Aber meine Arbeitskraft schien nur wenig wert zu sein.“

Durch Zufall und auf Umwegen kam er nach Schöneck und fand genau das, was er gesucht hatte.

Rund 250 Beschäftigte von GK Software kommen an den Arbeitstagen in die Kantine und die Cafeteria. „Staschi“ und sein Team kümmern sich den ganzen Tag um sie.

„Ich vergleiche unsere Aufgabe mit der eines Malers. Wir gestalten das Bild, also den Speiseplan, jeden Tag neu.“

Er selbst hat einen hohen Anspruch an sein Essen. Und er ergänzt: Man begegnet sich in der Technologie-Firma auf Augenhöhe und mit Wertschätzung.

„Die Arbeit ist anspruchsvoll, aber es wird auch viel geboten.“

Das Vogtland könnte selbstbewusster sein, findet Andreas Stasch.

„Es lässt sich hier wunderbar leben, die Landschaft ist wirklich schön und reizvoll. Die Vogtländer könnten noch viel mehr hinter ihrer Region stehen und sie touristisch bewerben.“

Die Schönheiten müsse man nicht lange suchen – sondern man finde sie bei einer Fahrrad-Tour an den Vogtlandsee, einer Winterwanderung ab Schöneck auf der Kammloipe oder einem Besuch auf dem Schneckenstein. Und er ergänzt:

„Das Vogtland sollten wir noch viel mehr zu schätzen wissen.“

Und wie kommt er mit dem Schönecker Winter zurecht?

„Ach, auf den Bermudas war auch nicht immer schönes Wetter, wenn ich an die Hurrikan-Saison denke.“

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