Elisabeth BlümlGlücklich, weil sie mit der Familie im Vogtland lebt

Elisabeth Blüml arbeitet im Personal- und Regionalmarketing bei der GK Software AG in Schöneck. Foto: Brand-Aktuell
Elisabeth Blüml arbeitet im Personal- und Regionalmarketing bei der GK Software AG in Schöneck. Foto: Brand-Aktuell

Elisabeth Blüml hat schon einiges von der großen weiten Welt gesehen.

Sie hat ein Jahr in Ohio gelebt, dort 2001 ihren High School-Abschluss gemacht. Nach dem Abi in Markneukirchen studierte sie in Dresden, arbeitete später in Leipzig. Ihr Fazit:

„In der Stadt ist es zwar schön, aber daheim ist daheim. Auf Dauer möchte ich nicht mehr so weit entfernt von meiner Familie leben.“

Die Rückkehr war gar nicht so einfach. „Eigentlich stand kurz vor meiner Abschlussarbeit schon fest, dass ich hier keinen passenden Job finde.“ Per Zufall kam sie dann zur GK Software AG in Schöneck.

So lebt sie seit drei Jahren wieder im Vogtland, arbeitet bereits wenige Monate nach der Geburt ihrer Tochter wieder, GK ermöglicht dies in Teilzeit. „Der Papa macht Elternzeit. Und unsere Eltern, die in der Nähe wohnen, helfen uns. Sonst wäre das nicht so einfach möglich“, schwärmt die 32jährige von der Familie.

In Leipzig war es wesentlich schwieriger, ohne vertraute Hilfe alles zu organisieren. „Dazu der Trubel der Stadt, überfüllte Spielplätze und menschgesäumte Parkwiesen. Erholung war so kaum möglich“, erinnert sie sich. Jetzt kann der fünfjährige in den Garten, ist mit den Eltern und der Schwester viel im Grünen unterwegs, kürzlich erst im Naturbad in Bad Elster. „Ein echter Geheimtipp“, meint die junge Mama und ergänzt: „Wir können uns jetzt aussuchen, ob wir in die Natur gehen, Kultur erleben oder einfach mit Freunden gemeinsam etwas unternehmen wollen.“ 

Möglichkeiten gibt es viele. Weberhäuser in Plauen, Schloss Voigtsberg in Oelsnitz, Eubabrunn mit dem Hohen Stein, botanischer Garten in Adorf, schön hergerichtete Schwimmbäder wie in Markneukirchen, Naturbühne und Wandelhalle in Bad Elster, zählt sie ohne groß zu überlegen verschiedenste Angebote für junge Familien auf. Und der Sohnemann hat dieses Jahr das erste Mal am Vogtlandlauf teilgenommen, den Bambinilauf in der Sparkasse Vogtland Arena gemeistert.

„Dass das Vogtland für junge Leute nicht attraktiv sei, weil nichts los ist, das stimmt nicht“,

fasst sie zusammen und lacht: „Einfach Augen und Ohren offen halten!“

Elisabeth Blüml sagt dies nicht nur, sondern zeigt privat und beruflich, dass es sich lohnt im Vogtland zu leben. Im Sommer zur Taufe ihrer Tochter lädt sie nicht nur die große Familie ein, sondern auch Freunde unter anderem aus der Schweiz und Leipzig. „Einige waren mit am Gymnasium in Markneukirchen und ich erinnere sie gerne daran, wie schön es hier ist. Vielleicht denkt der eine oder andere doch über eine Rückkehr nach.“ Allerdings weiß sie von einigen Bekannten auch, dass sie bereits den Versuch gewagt haben, aber es meist an den Gehaltsverhandlungen mit möglichen Arbeitgebern gescheitert ist. „Ich hoffe, dass sich das bald ändert. Wer eine gute Ausbildung absolviert oder studiert hat und dazu noch Berufserfahrung mitbringt, möchte auch fair bezahlt werden. Im Regelfall profitieren doch beide Seiten davon.“

Sie verweist außerdem darauf, dass sich in den letzten Jahren viel getan hat. Leute in ihrem Alter haben sich angesiedelt, Geschäfte eröffnet, arbeiten im Stadtrat und in Vereinen mit, erlebt sie in Adorf und Markneukirchen.

Sie fühlt sich in ihrer Heimatstadt Markneukirchen wohl: Elisabeth Blüml. Foto: Brand-Aktuell
Sie fühlt sich in ihrer Heimatstadt Markneukirchen wohl: Elisabeth Blüml. Foto: Brand-Aktuell

Auch im Beruf versucht sie, junge Leute ans Vogtland zu binden. Beim Software-Entwickler ist sie im Personal- und Regionalmarketing tätig.

„Ich gehe in Schulen, mache die Schüler mit unserem Unternehmen bekannt, zeige auf, welche beruflichen Möglichkeiten es bietet. Auch Praktikanten betreue ich. So kann ich GK helfen und dem Vogtland auch. Das ist mir eine Herzensangelegenheit“,

sagt die Vogtländerin Elisabeth Blüml.