Marko Mühlbauer"Ein 6er im Lotto"

Für Marko Mühlbauer, den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Vogtland, war die Rückkehr aus Bayern „emotional nicht zu toppen“.

An jenem Abend im Jahr 2013 gibt es im Hause Mühlbauer etwas zu feiern. Es ist eine ruhige Feier, von einer Bodenständigkeit, wie man sie beim Chef eines Finanzinstituts mit 3 Milliarden Euro Bilanzsumme vielleicht nicht unbedingt erwarten würde. Gleichwohl es sich, wie er etwas mehr als ein Jahr später einräumen wird, bei dieser Feier um ein Ereignis handelt, welches „emotional nicht zu toppen“ sei: Per 1. Januar 2014, so lautet die Nachricht des Tages, wird Marko Mühlbauer als Mitglied des Vorstands der Sparkasse Vogtland wieder aus Bayern in seine westsächsische Wahlheimat zurückkehren. 

Als der diplomierte Bankbetriebswirt 1992 von seinem Geburtsort Schönwald in Oberfranken nach Oelsnitz im Vogtland zu pendeln beginnt, befindet sich dort alles im Aufbruch. Nicht nur die Sparkasse, deren Kreditsekretariat er fortan verantwortet, sondern die ganze Region. 

„Es war eine überragende Zeit“, erinnert sich der heute 49-Jährige.  

„Alles war neu und frei von Beschränkungen, die Gestaltungsmöglichkeiten lassen sich nur mit einem Wort beschreiben: sensationell.“ 

Vier Jahre später fusionieren die vogtländischen Sparkassen, Marko Mühlbauers Arbeitsplatz wird nach Auerbach verlegt, 2001 zieht er erneut um: in die eben eingeweihte Zentrale am Komturhof in Plauen.
Die räumliche Veränderung bedeutet für den Banker keine nennenswerte Umstellung. Weder reißen dadurch die alten Beziehungen aus Kindheits- und Jugendtagen ab noch fällt es schwer, Freundschaften am neuen Wohnort zu knüpfen. Im Gegenteil: 

„Schon in den 90er Jahren wurde ich aufs Herzlichste willkommen geheißen – wie jetzt auch wieder. Die große Offenheit und Beständigkeit der Menschen hier, ihre tiefe Verwurzelung in der Region entsprechen auch meinem Naturell.“ 

Erst 2008, da gilt Marko Mühlbauer längst schon als vollwertiger Vogtländer, wird sein Arbeitsweg wieder länger. Es ist ein nur logischer Karriereschritt, dass er in den Vorstand der Sparkasse Oberpfalz Nord wechselt und nun 60% seiner Zeit in Weiden verbringt. Fünf Jahre lang obliegen Marko Mühlbauer als einem der beiden Vorstände der Sparkasse Oberpfalz Nord die Unternehmenssteuerung, die Kreditabteilung, die Revision, die Organisation. Im Ranking seiner über 400 Institute, das der Deutsche Sparkassen- und Giroverband für 2013 veröffentlicht hat, belegt das Weidener Haus mit einer Bilanzsumme von 1,4 Milliarden Euro einen mittleren Platz. Die Vogtländer hingegen stehen kurz vorm Einzug in die Top 100 (2013: Rang 109) – und melden ab 2014 eine freie Stelle in der Führungsetage. 

Es ist nicht die einzige berufliche Verbesserung, die sich Mühlbauer zu diesem Zeitpunkt bietet. Aber es ist diejenige, die keiner weiteren Überlegung bedarf. Zusammen mit der Rückkehr in die unmittelbare Heimat entspricht das dem ultimativen „6er im Lotto“. Am 1. Januar nimmt Marko Mühlbauer seine neue Arbeit am altvertrauten Platz auf, nur ein halbes Jahr später wird er zum Vorsitzenden des Vorstands berufen.

"Hier bin ich halt zu Hause"

Die Vogtländer würden sagen, hier sei er wieder „ganz in seinem Element“. Er selbst fasst es schlicht mit den Worten „hier bin ich halt zu Hause“ zusammen. 

„Wir haben hier erstklassig ausgebildete Fachkräfte, eine ausgezeichnete strategische Lage, toll aufgestellte Gewerbegebiete und herausragende Unternehmen, die sensationelle Entwicklungen genommen haben. Das sind zum Teil Storys, die gibt es gar nicht!“

InformationenMarko Mühlbauer

  • geboren in Schönwald / Oberfranken
  • Diplomierter Bankbetriebswirt
  • von 1992 bis 2007 in der Sparkasse Vogtland tätig
  • von 2008 bis 2013 Vorstandsmitglied der Sparkasse Oberpfalz Nord
  • seit 2014 Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Vogtland