Chancen nutzen - Wege bauen

Ein Projekt zur Hebung des Arbeitskräftepotentials aus Flucht und Migration

Im Oktober 2025 startete die Wirtschaftsfördergesellschaft Vogtland erneut ein Projekt in dem versucht wurde hier lebende Personen mit Flucht- oder Migrationshintergrund in Arbeit zu integrieren.

Dabei wurden Unternehmen auf verschiedenen Wegen angesprochen und deren Bedarfe im Bereich der Hilfstätigkeiten und die Möglichkeiten Personen mit geringer Sprachkenntnis anzustellen abgefragt. In diesem Zuge wurde auch erfasst, welche Anforderungen die Unternehmen an künftige Angestellte haben. (z.B. Wie gut sollte die Sprache beherrscht werden, wie mobil müssen die Kandidaten/-innen sein, gibt es Schichtarbeit etc.). 

Die Unternehmen, die offene Stellen anbieten, bekommen in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Vogtland vorausgewählte Bewerber vorgestellt. Passt eine/-r oder mehrere Bewerber/-innen, folgt eine Praxisphase im Unternehmen und ein 2-wöchiger Kurs in praktischem beruflichem Deutsch (zugeschnitten auf die Unternehmen/Tätigkeiten im Unternehmen). Parallel werden die Unternehmen und Bewerber/-innen integrationsunterstützend begleitet. 

Am Ende der Praxisphase folgt eine Entscheidung, ob die Person im Unternehmen eine Anstellung erhält.

In diesem Projekt wurde auf Erkenntnisse aus dem Projekt „Gewinnung und Unterstützung von ausländischen Arbeitskräften in vogtländische Unternehmen“ zurückgegriffen und versucht neue Schnittstellen zu finden und die Ansprache der Unternehmen zu erweitern.

Während des Projektes wurde mit 52 Unternehmen Kontakt aufgenommen und mit diesen über das Projekt geredet.

Nur ein Bruchteil der Unternehmen hat sich zu einer Teilnahme am Projekt bereit erklärt. Als Gründe dafür konnten verschiedene Faktoren identifiziert werden:

  • Die aktuelle wirtschaftliche und geopolitische Lage macht Unternehmen generell zurückhaltender, wenn es um Neueinstellungen geht
  • Es werden eher Experten bzw. ausgebildete Fachkräfte gesucht, als Hilfsarbeiter
  • Einige Unternehmen, die offen für internationale Mitarbeiter sind, rekrutieren diese bereits selbst
  • Die Anforderungen an eine/-n neue/-n Mitarbeiter/-in (Bezüglich Führerschein, Bereitschaft zur Schichtarbeit und Sprachniveau) sind häufig höher, als der aktuelle Pool aus potentiellen Kandidaten/-innen zur Verfügung stellen kann.

Anfang März 2026 konnte ein Durchgang im Bereich Produktion/Lager durchgeführt werden. Bis zum Ende des Projektes konnten mehrere Arbeitsverhältnisse aufgenommen werden.

Teilnehmer/-innen des Projektes sitzen in einem Schulungsraum der Fördergesellschaft für berufliche Bildung e.V. und erhalten Unterricht in praktischem beruflichen Deutsch. Hier zum Thema Arbeitsschutz.
Teilnehmende beim praktischen beruflichen Deutschunterricht in der Fördergesellschaft für berufliche Bildung e.V. in Plauen

Als neue Schnittstelle konnte das Projekt MOVE von der Bildungsinstitut Pscherer gGmbH identifiziert werden. Hier wird versucht Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund in Arbeit zu integrieren. Jedoch konnten aufgrund von nicht passendem Matching zwischen den teilnehmenden Unternehmen und den Teilnehmerinnen des Projektes dies nicht weiter erprobt werden. 

Eckdaten zum Projekt:

Projektträger:

Wirtschaftsfördergesellschaft Vogtland mbH
Friedrich–Ebert–Straße 21a
08209 Auerbach

Telefon (0 37 44) 1 83 58-18
Telefax (0 37 44) 1 83 58-14

info@wfvmbh.de | www.wfg-vogtland.de 

Projektlaufzeit: 

27.10.2025 – 30.06.2026

Projektpartner:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

ein stilisiertes Logo des Freistaates Sachsen in Grün