Familienfreundlich und SozialDas HELIOS Vogtland-Klinikum in Plauen

Seit 2008 wird seitens des Vogtlandkreises alle zwei Jahre der Wettbewerb „Familienfreundlichstes Unternehmen“ ausgelobt. Ca. 10 Unternehmen bewerben sich jedes Jahr um den Titel. Spitzenreiter in Sachen „Familienfreundlichkeit“ war zuletzt das HELIOS Vogtland-Klinikum aus Plauen.

Mitarbeiter auch als Persönlichkeiten wertschätzen und sie nicht nur als gut qualifiziertes Personal wahrnehmen – für das Krankenhaus im Osten Plauens ist das kein leeres Gerede. In der privat geführten Gesundheitseinrichtung setzt man sich in besonderem Maße für die Arbeitnehmer ein und punktet etwa mit attraktiven Gleitzeit-Arbeitszeiten, dem Betriebskindergarten „Klinikwichtel“ mit seinen flexiblen Öffnungszeiten und diversen Sport-, Freizeit- und Weiterbildungsangeboten.

Kinderfreundlich ist der Betrieb ohnehin, schließlich erblicken in der modernen Frauenklinik in jedem Jahr rund 800 Babys das Licht der Welt.

Von den zirka 1.020 HELIOS-Mitarbeitern machen naturgemäß den größten Anteil Frauen aus, wovon 39 Prozent in Teilzeit arbeiten. Doch auch was die Elternzeit anbelangt, sind viele Mitarbeiterinnen zufrieden. Wenn sie nach der Betreuung ihres Kindes wieder in ihren Beruf einsteigen wollen, gelingt das den Müttern reibungslos am Vogtland-Klinikum.

Haben wir eigentlich schon erwähnt, dass dies auch für die Väter zutrifft?


„Diese Nähe gibt mir Sicherheit“

Krankenschwester Anja Lämmrich
Krankenschwester Anja Lämmrich

Krankenschwester Anja Lämmrich nutzt den HELIOS-Betriebskindergarten

Morgens, kurz nach sieben Uhr, in Plauens City: Krankenschwester Anja Lämmrich macht sich für ihren Vollzeit-Dienst im HELIOS Vogtland-Klinikum bereit. Während sie ihrem Töchterchen beim Anziehen hilft, weiß die zweifache Mutter ihre Jüngste kaum zehn Minuten später bestens aufgehoben. Die zweijährige Samira nämlich besucht seit April 2014 die Betriebskindertagesstätte „Klinikwichtel“. Die Einrichtung ist einzigartig im Vogtland und befindet sich in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes.

„Für unsere Familie ist es ein Segen, dass ich die Kleine direkt neben meiner Arbeitsstelle tagsüber unterbringen kann“, sagt die 39-Jährige, die als Schwester im Aufwachraum und in der OP-Vorbereitung tätig ist.

Seit der Lehrzeit arbeitet die Plauenerin schon in diesem Krankenhaus. Früher war Schichtdienst angesagt. Der Kindergarten der heute achtjährigen Angelina war nicht gerade „um die Ecke“. „Das hat uns teilweise schon belastet“, erinnert sich Schwester Anja. Umso größer ist die Entlastung heute, der Freizeitgewinn enorm. Zumal vieles auf den Schultern der Krankenschwester lastet, denn der Lebensgefährte ist berufsbedingt nur am Wochenende zuhause.

Die Kindertagesstätte Klinikwichtel
Die Kindertagesstätte Klinikwichtel

Die Kita gleich nebenan

„Ich habe das Gefühl, dass ich immer sofort reagieren kann, wenn es der Maus mal nicht gut geht“, so Anja Lämmrich. Die unmittelbare Nähe zur Klinik beruhigt sie doppelt. Es sind aber auch die flexiblen Öffnungszeiten der Tagesstätte, welche die Krankenschwester prima findet, weil: „Bei uns stehen die Patienten im Mittelpunkt, da kann es natürlich auch mal etwas länger dauern. Trotzdem weiß ich, dass mein Kind bestens betreut wird.“

Auf dem Gelände der ehemaligen Kinderklinik ist heute unter anderem ein großer Spielplatz zu finden. Die Kids rutschen auf ihren Bobbycars umher, es gibt Laufräder, einen hübschen Sandkasten und ein buntes Klettergerüst. Idealerweise ist die Einrichtung benachbart zu einer ans Krankenhaus-Areal angrenzenden Gartenanlage. So fühlt sich definitiv kein Patient gestört. Und die manchmal gleich nebenan landenden Hubschrauber? Die haben für die Mädels und Jungs einen speziellen Wow-Effekt.

Anja Lämmrich profitiert von der Nähe der Tagesstätte, in der Samira die „Vitaminchen“-Gruppe besucht. Dort tummelt sich der allerkleinste Nachwuchs der – zumeist – Klinik-Mitarbeiter. Die Kids – etwa 70 an der Zahl – ernähren sich gesund und an Allergien angepasst, sie erhalten Kneippsche Güsse, nutzen eine Infrarotkabine oder singen im Rahmen eines Musikschulprogramms. „Bei den verschiedenen Festen beobachte ich ein inniges Miteinander und ein super Verhältnis zu den Erzieherinnen“, lobt Anja Lämmrich. Für Samira ist das besonders wichtig, denn sie kuschelt gern.

Die Mutter setzt da noch andere Prämissen. Ein Highlight ist für sie die Ganztages-Essensversorgung ihres Kindes. Es wird sogar vorort gekocht. Mama weiß, die Kleine mag am liebsten Obst und Gemüse, bei Milchreis wird gemäkelt. Deshalb füllt ihr Anja Lämmrich dann – nach Absprache - etwas Herzhaftes, Nudeln zum Beispiel, in die Frischebox.