Romy Möbius-KramerVielfalt von Vogtland und Cheerleading faszinieren

Romy Möbius-Kramer in ihrem "zweiten Zuhause" der Turnhalle der Seminarschule in Auerbach. Foto: Brand-Aktuell
Romy Möbius-Kramer in ihrem "zweiten Zuhause" der Turnhalle der Seminarschule in Auerbach. Foto: Brand-Aktuell

Mädchenstimmen aus der einen Ecke der Turnhalle sind zu hören, rhythmische Musik aus der anderen, von der Empore ruft ein Mann.  Zwischendurch dringt immer mal wieder das glockenhelle Lachen von Romy Möbius-Kramer ins Ohr, die mit den Neulingen übt.

Ein normaler Trainings-Nachmittag bei CheerMania (CMA) in der Turnhalle der Seminarschule Auerbach, dessen Vorsitzende die 38jährige ist. Sage und schreibe 250 Mitglieder zwischen 3 und Ende 50 hat der Verein, der 2001 als Abteilung der Rodewischer Volleyballer gegründet wurde und seit 2003 eigenständig ist.

Romy Möbius-Kramer beim Training mit Lucia Dressel und Celina Walther (links). Foto: Brand-Aktuell
Romy Möbius-Kramer beim Training mit Lucia Dressel und Celina Walther (links). Foto: Brand-Aktuell

Romy hat das Cheerleading aus den Staaten mitgebracht. Nach dem Abi in ihrer Heimatstadt Auerbach war sie ein Jahr in Detroit.

„Ich hatte damals auch nur die Bilder aus dem Fernsehen im Kopf: schöne Mädchen stehen am Spielfeldrand und heizen Mannschaft und Zuschauer mit den zotteligen Pompons ein“,

erinnert sie sich. Doch die Kinder, die sie in ihrer Gastfamilie betreute, waren Cheerleader. Dabei sah sie, dass Cheerleading eine Kombination aus Turnen, Akrobatik, Tanz und Show ist, die wettkampfmäßig bis hin zu Weltmeisterschaften betrieben wird. „Diese Vielfalt fasziniert mich“, erklärt sie. Dabei strahlen die Augen der jungen Frau und ihr begeisterndes Lachen steckt an – viele junge Leute aus dem Vogtland, die ihre Freizeit bei CheerMania bereichern.

Nach ihrem Studium in Leipzig – Journalistik, Politik und Amerikanistik – kehrte sie nach Auerbach zurück.

„Dorhäm is dorhäm! Auerbach ist einfach mein Zuhause, hier ist meine Familie“,

so ihre Begründung. Beruflich  kümmert sie sich im Wahlkreisbüro von CDU-Landtagsabgeordneten Sören Voigt um Öffentlichkeitsarbeit, ist außerdem als Lehrerin an der Montessori-Schule Limbach tätig und hat Freude an ihrem zeitintensiven Hobby.

Romy Möbius-Kramer (vorn rechts) freut sich während der Vogtland-Sportgala über einen Scheck zur Finanzierung der WM-Teilnahme der vogtländischen Cheerleader. Foto. Brand-Aktuell
Romy Möbius-Kramer (vorn rechts) freut sich während der Vogtland-Sportgala über einen Scheck zur Finanzierung der WM-Teilnahme der vogtländischen Cheerleader. Foto. Brand-Aktuell

Cheerleading, das ist inzwischen nicht nur ihr Verein in Auerbach, sondern auch der Cheerleading und Cheerdance Verband Deutschland, den sie als Schatzmeisterin im Präsidium mit prägt.

„Möglich ist das nur, weil mein Mann viel Verständnis hat und wir zweimal Großeltern haben, die ihren dreieinhalbjährigen Enkel lieben und gerne betreuen“,

weist sie auf den großen Vorteil hin, zuhause in Auerbach zu leben. Außerdem gibt es im Verein ganz viele engagierte Mitglieder, die sich selbstständig um Training, Wettkämpfe, Reisen und und und kümmern. Auch viele Eltern helfen.

Dass das Vogtland so vielfältig ist, das macht das Leben für Romy Möbius-Kramer so reizvoll.  Skifahren, Wandern, mit Familie und Hund spazieren gehen, „am liebsten mitten durch den Wald, die Ruhe genießen, nur noch die Vögel hören“, erzählt Romy. Davon schwärmt sie auch im Verband. So kommen Leute aus dem Präsidium zu Beratungen immer wieder gerne nach Auerbach, verbinden sozusagen Arbeit und Urlaub, genießen ruhige Stadtrundgänge abends um zehn und Stunden in der Natur. „Wir sehen das oft selbst gar nicht mehr“, so Romy Möbius-Kramer.

In diesem Frühjahr schaut die CMA-Vorsitzende aber vor allem voraus auf ein großes Ereignis: die Cheerleading-Weltmeisterschaft im April 2017 in Orlando/Florida. 14 Mädchen von CheerMania Auerbach und vom Cheerleaderverein Obervogtland wurden in das Nationalteam berufen, kostet pro Teilnehmer 2.000 Euro. Dafür läuft derzeit eine Spendenaktion. Romy Möbus-Kramer wird sicher alles daran setzen, den Mädchen den Start zu ermöglichen. Damit schließt sich für sie gewissermaßen ein Kreis. Aus den Staaten brachte sie die Cheerleading-Idee ins Vogtland und kann nun bei der WM in den USA mit Cheerleading für das Vogtland werben.