Frank MontuaNeues wagen

Frank Montua
Frank Montua

Riesige Glasbüros, immer auf der Autobahn unterwegs, viele Nächte im Hotel: zwei Jahrzehnte war Frank Montua in leitender Funktion für eine Krankenkasse tätig, mitsamt der finanziellen Sicherheiten. Doch dann wollte der Jößnitzer etwas Neues wagen. Er erfuhr von der Nachfolgersuche einer kleinen Firma mit großem Know-How und stürzte sich damit in ein komplett neues Projekt.

Arbeitsschutz und arbeitsmedizinische Dienste sind das Spezialgebiet der knapp 20 Mitarbeiter umfassenden Firma „arum“ aus Theuma. Betriebsmediziner, Medizinisch-Technische-Assistenten aber auch Sicherheitsingenieure oder Elektroprüfer leisten mit ihrem Fachwissen einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Mitarbeiter in vielen vogtländischen Firmen. Frank Montua sitzt seit Juli 2018 auf dem Chefsessel und will besonders den familiären Ansatz in der Firma bewahren:

„Ich bin sehr glücklich mit der Betriebsgröße. Mir ist wichtig, dass sich die Mitarbeiter aufgehoben fühlen. Wir haben keine Maschinen, bei uns sind die Menschen das zentrale Thema“.

Was Zukunftspläne oder Visionen für seine Firma angeht, hält sich Frank Montua daher eher bedeckt. Alles solle so gut weitergehen, wie bisher. Die Partner haben ihren Sitz im Vogtland, Ostthüringen und Oberfranken, sind so für die Mitarbeiter schnell zu erreichen. Das spare mitunter lästige und teure Übernachtungen in Hotels und schlage sich natürlich auch in der Kalkulation der Preise nieder, so der 47-jährige.

Er folgt damit der Richtung, die auch Firmengründer Horst Heinze eingeschlagen hat, der aus Altersgründen händeringend einen Nachfolger suchte. Die Wege der beiden kreuzten sich bei der IHK Regionalkammer Plauen. Mit der Übernahme war das Bestehen der Firma und die Arbeitsplätze gesichert, Frank Montua ging jedoch ein Wagnis ein:

„Kaum jemand hat damals verstanden, dass ich meinen sehr gut bezahlten Job und all die Sicherheit nach 23 Jahren aufgegeben habe. Tja, bis heute habe ich es nicht bereut. Viele sehen immer nur, was man aufgibt - nicht das, was man gewinnt“.

Und gewonnen hat er eine Menge, so sagt er. Er spricht von Entschleunigung, von Zufriedenheit und Glück. Seit den 80ern lebt der gebürtige Bernauer im Vogtland und sieht besonders die Vorzüge, die die Region hat:

„Wir haben hier alles, was wir brauchen. Unternehmen haben sensationelle Standortkosten. Die Verkehrsanbindung ist super. Kaum jemand steht im Stau. Wenn man will, kann man die absolute Ruhe genießen oder aktiv werden. Das Vogtland ist toll. Die meisten, die das Vogtland kritisch sehen, sind die Vogtländer selbst, das muss besser werden“.

VITA:

Frank Montua wurde 1972 in Bernau bei Berlin geboren, lebt aber seit den 80ern im Vogtland. Er absolvierte eine Lehre zum Stahlbauer mit Abitur beim Stahlbau Plauen, arbeitete später 23 Jahre lang bei einer Krankenkasse , davon 20 Jahre als Leiter an diversen Standorten und absolvierte nebenberuflich eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK). Als ehrenamtlicher Berater bei der IHK Regionalkammer Plauen unterstützt er Unternehmen im familiären Übernahmeprozess. Außerdem ist er Mitglied im Rotary Club und hört für sein Leben gern Musik. Der zweifache Familienvater lebt in Jößnitz.

 

 

Information "arum":

  • das Unternehmen wurde am 1.7.1991 durch Horst Heinze gegründet
  • seit dem 1.7.2018 ist Frank Montua neuer Inhaber
  • derzeit arbeiten knapp 20 Mitarbeiter bei „arum“ in Theuma
  • bieten ca. 1000 Vertragspartnern u.a. im Vogtland, Ostthüringen und Oberfranken auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen im Bereich Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit