Mein VogtlandFamilienbande und Freundeskreis

Sybille Unterdörfel wollte nie weg aus dem Vogtland. Heimat- und familienverbunden, ganz Vogtländerin: die stellvertretende Leiterin der BTZ Plauen weiß, was sie an der Region hier hat.

"Ich bin sehr verwurzelt hier, sehr eng verknüpft mit meiner Familie. Das ist ein Grund, warum ich hier geblieben bin."

Sybille Unterdörfel ist in Greiz geboren und hat bis 1989 in Elsterberg gelebt. Hier besitzen die Eltern ein Haus - seit 120 Jahren. "Von daher war es nie eine Frage, ob man weggeht." Sie lernt bei der Mitropa, beginnt in der Gastronomie zu arbeiten. 1989 wechselt sie ins benachbarte Hof: "Da gab es einfach die fachlich besseren Stellen."

Schon 1991 kehrt sie wieder zurück, arbeitet im Plauener Hotel am Theater als Bankett- und Restaurantleiterin und zieht in das Elternhaus ihres Mannes nahe der Talsperre Pöhl ein. Noch eine Familie mit starken Wurzeln. Familienbande, die das Heimatsgefühl stärkt und prägt.

"Wir sind eine große Familie. Mit vielen Eltern, weil alle Eltern sich getrennt und wieder verheiratet haben. So haben wir vier mal Eltern, die sich alle vertragen und sich ziemlich häufig sehen."

Heimat? Das sind die Menschen, mit denen man sein Leben teilt. Das Zusammenleben basiert auf gegenseitigem Interesse, auf Verständnis füreinander, darauf, dass man sich hilft und beisteht. Das geht im Vogtland auch wegen der überschaubaren Distanzen recht gut. Zwischen ihrem jetzigen Wohnort und ihrem Elternhaus liegen gerade mal 10 Kilometer. Ihr Sohn absolviert momentan eine Ausbildung am Uniklinikum Jena, will aber später gern zurück in die Heimat. Heimatverbundenheit ist keine Generationenfrage.

Auch viele Freunde aus der Schule sind noch immer da. Mittlerweile kennt man sich seit mehr als 25 Jahren. Solche langen Beziehungen sind selten geworden in dieser schnellebigen Zeit. Für Sybille Unterdörfel sind sie fast eine Selbstverständlichkeit. Fragt man sie, was sie am Vogtländer am meisten schätzt, sagt sie: "Dass der offen ist und direkt, aber trotzdem herzlich."

Vor allem an Wochenenden trifft man Sibylle Unterdörfel früh am Morgen mit ihrem Hund an der Sperrmauer der Talsperre Pöhl an. Sie liebt diese Landschaft. "Da könnte ich jeden Morgen ein Foto machen." Das Besondere am Vogtland? "Dass alles so nah ist. Man ist schnell in der Stadt, mit der Vogtlandbahn gibt es extrem gute Verbindungen. Ich bin trotzdem in zehn Minuten am Wasser und in drei Minuten im Wald."

Sybille Unterdörfel, geboren 1969, ist stellvertretende Leiterin des BTZ Plauen. Die Einrichtung der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) organisiert berufliche Rehabilitationsmaßnahmen für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Informationen: www.faw.de/standorte/plauen-btz/