Claudia FugmannEiner der besten Standorte für Familien

Als Botschafterin des Vogtlands weiß Claudia Fugmann gleich mehrere Lanzen für ihre Wahlheimat zu brechen.

Zugegeben, die Auswahl war begrenzt, die sich 1983 der frisch diplomierten Tiefbau-Ingenieurin bot. Sie hätte nach Berlin gehen können. Zumindest aber in eine der damaligen Bezirksstädte, wo ein 25-jähriger Mensch wie sie auf das Höchstmaß an Karriereaussichten und Freizeitvergnügen hoffen konnte, das in der DDR damals eben so drin war, außerhalb von Parteifilz & Co. Doch Claudia Fugmann, geboren in Leipzig, aufgewachsen im Preußischen, entschied sich – „ganz bewusst“ – fürs Vogtland. Eine Entscheidung, die sie gern weiterempfiehlt. Vor allem Familien.

„Das Vogtland ist für Familien einer der besten Standorte, die man sich vorstellen kann“, sagt Claudia Fugmann. Der Satz steht klar und bestimmt im Raum. Das Plädoyer der Ingenieurin für ihre zeitlängste Heimat ist durchdrungen von dem, was sie für das Vogtland und seine Bewohner auch wörtlich immer wieder einwirbt: Wertschätzung.

Wertschätzung der schönen Natur, der gut strukturierten Städte, der kurzen Wege, der beachtlichen Vielfalt, der preiswerten Lebenshaltung, der lebendigen Traditionen, der individuellen Entfaltungsmöglichkeiten, und ja, auch die Wertschätzung der Eigenart.

„Die Vogtländer sind sehr emotional und stolz, sie sind aber auch sehr zuverlässig und fleißig. Ich weiß das, ich bin ja mit einem verheiratet. Sie ziehen sich deshalb gern aufs Bewährte zurück, spielen die Dinge runter und kokettieren mit dem Ruf, als zänkisches Bergvolk zu gelten. Von ihren Gästen werden sie seltsamerweise aber immer als sehr offen und freundlich eingeschätzt.“

Claudia Fugmann lächelt. Und fügt noch einen Satz hinzu, der wie eine salopp formulierte konfuzianische Weisheit klingt: „Nur wenn’s innen passt, kann’s auch nach außen strahlen.“

Als Ende Mai 2011 der neue Radweg von Falkenstein nach Oelsnitz beziehungsweise Pirk eingeweiht wurde, hatte sich diese grundpositive Einstellung in einem fertigen Projekt realisiert. , wieder mal. Als Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses war Claudia Fugmann eine maßgebliche Initiatorin der asphaltierten Bike-Trasse, die über fast 30 km auf dem alten Bahndamm durch abwechslungsreiche Natur verläuft und somit eine leicht zu bewältigende Verbindung zweier Talsperren darstellt. „Wir brauchten einfach auch mal was, wo die Muttis mitkönnen.“ Man könnte es als die Gestalt gewordene Wertschätzung der Menschen bezeichnen, die immer sowohl in als auch von der Region leben.


Eine Botschaft für Familien

„Es ist natürlich zunächst eine Frage des Arbeitsplatzes, aber davon mal abgesehen ist gerade für Familien die Sicherheit, vor allem die planerische, im Vogtland großartig. Das hat man so in der Großstadt nicht. Kurze Wege zu den Kitas, in die Natur, die vielen und verschiedenen Freizeitmöglichkeiten.  Es lässt sich hier doch sehr preiswert leben und an Möglichkeiten steht den Menschen alles offen.“

Eine Botschaft für die Jugend

„Natürlich zieht es die Jugend immer in die Ballungszentren, trotz hoher Kosten und angeblich besserer Chancen für die Zukunft. Das ist vermutlich auf der ganzen Welt so, in Europa aber ganz bestimmt. Dagegen ist auch nichts zu sagen, man muss entdecken und Erfahrungen sammeln. Auch unser Sohn war auf dem ganzen Kontinent unterwegs und ist jetzt aus München zurückgekommen. Denn so wahnsinnig gut sind die beruflichen Chancen in den Großstädten gar nicht, weil es dort viel mehr Bewerber auf die Top-Jobs gibt. Als Single mag das noch angehen, aber wer eine Familie gründen will, findet hier im Vogtland die weitaus besseren Startbedingungen vor.“

Eine Botschaft für Genießer

„Das Vogtland hat nicht nur eine sehr individuell ausgeprägte Gastronomie, es hat auch die besten Bäcker und Fleischer! Das klingt zwar profan, weil das natürlich jede Region von sich behaupten wird, aber es ist tatsächlich so. Ich habe das schon aus so vielen unterschiedlichen Richtungen gehört – von Menschen aus anderen Bundesländern, zum Beispiel, die hier zu Besuch waren oder gar eine Zeit lang lebten – dass man das einfach guten Gewissens so sagen kann.“

Eine Botschaft für die Zukunft

„Das Vogtland hat sehr gute Voraussetzungen, sich in alle erdenklichen Richtungen hin zu entwickeln. Wir haben eine relativ geringe Arbeitslosenquote und sind wirtschaftlich sehr breit aufgestellt, die Infrastruktur ist top und die Vernetzung mit Europa super. Natürlich sind auch wir nicht das Paradies, es gibt Baustellen wie überall. Doch das Fundament ist sehr solide. Und ich denke, dass sich gerade auf dem Dienstleistungssektor in den kommenden Jahren das meiste nach vorn bewegen wird.“

Zur PersonClaudia Fugmann

Zur Person

  • geboren 1958 in Leipzig
  • Schulzeit und Jugend in Brandenburg
  • 1983 Studienabschluss als Diplom-Ingenieurin für Tiefbau
  • danach Umzug ins Vogtland
  • 1990 Gründung des Ingenieurbüros in Falkenstein
  • seit 1993 verheiratet mit dem Architekten Steffen Fugmann
  • geschäftsführende Gesellschafterin der Fugmann + Fugmann Architekten und Ingenieure GmbH
  • Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses
  • Lieblingsplätze im Vogtland: Triebtal, Steinicht, Plauen, Auerbach
  • vogtländisches Lieblingsgericht: Schwammebrieh (Waldpilzeintopf)

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