Marcus BangLangfristig etwas für die Region tun

„Wir sind unserem Vater sehr dankbar und auch stolz auf ihn, was er in seinem kompletten Arbeitsleben hier geschaffen hat“, bekennt Marcus Bang auf dem Weg vom hochmodernen, gläsernen Verwaltungsgebäude der BANG Kransysteme zur Montagehalle. Es ist ein mehr als berechtigter Stolz, wenn man bedenkt, dass Werner Bang sich 1989 mit der Wende in Adorf selbstständig machte mit einer Servicewerkstatt für die Reparatur von Hebezeugen und Krananlagen, als Ein-Mann-Unternehmen in der Garage auf 15 Quadratmetern.

Botschafter Marcus Bang. Fotos: Brand-Aktuell
Botschafter Marcus Bang. Fotos: Brand-Aktuell

Nun, knapp 30 Jahre später, umfasst die Produktionsfläche der BANG Kransysteme im Industriegebiet Taltitz „Neue Welt“ 18.000 Quadratmeter, in zwei großen Produktions- und Montagehallen arbeiten 135 Fachleute.

Gemeinsam mit seinem Vater Werner und seinem Bruder Christoph leitet Marcus Bang das Unternehmen als Geschäftsführer. Und er ist jetzt auch „Botschafter des Vogtlands“. Als er von Landrat Rolf Keil berufen wurde, sagte er:

„Freilich fühle ich mich geehrt, aber vor allem sehe ich die Verantwortung, mich aktiv für das Vogtland einzusetzen.“

Marcus Bang im Gespräch mit Maschinenführer Michael Konzack.
Marcus Bang im Gespräch mit Maschinenführer Michael Konzack.

Dazu gehört für ihn und sein Familienunternehmen, das gesellschaftliche Leben in der Region mitzugestalten. Sportvereine wie die Plauener Wasserballer oder die Oelsnitzer Volleyballer werden beispielsweise genauso unterstützt wie die Eubabrunner Holzschnitzer und der Förderverein des Waldbades Bad Elster. Seiner Liebe zu Motorrädern und dem Motorsport entsprechend gehörte Marcus Bang im März zu den Gründungsmitgliedern des MSC Oelsnitz, arbeitet im Vorstand mit. Ziel ist, den Trialsport wiederzubeleben.

„Ich sitze auch selbst gerne auf eine Maschine“,

bekennt er lachend.

Das Engagement für die Region hat noch einen weiteren Grund.

„Es zählt nicht mehr nur der harte Lohn, der Arbeitskräfte im Vogtland hält oder sie lockt. Softfaktoren werden immer wichtiger, damit sich Leute hier wohlfühlen, wie der Zusammenhalt im ländlichen Raum, Freizeitmöglichkeiten oder Kitas“,

erklärt Marcus Bang und fügt an, dass das Vogtland recht gut aufgestellt ist. Skilaufen im Winter, Wassersport im Sommer, Mountainbiken das ganze Jahr sind vor der Haustür möglich, dank der tollen Natur.

„Wenn Chinesen zu uns in die Firma kommen, staunen sie, dass sie einfach draußen sitzen können, den blauen Himmel sehen“,

erzählt er.

Marcus Bang auf einem der riesigen BANG-Kransysteme, 35 Meter lang, 120 Tonnen schwer, bestimmt für ein voestalpine - Stahlwerk im österreichischen Linz.
Marcus Bang auf einem der riesigen BANG-Kransysteme, 35 Meter lang, 120 Tonnen schwer, bestimmt für ein voestalpine - Stahlwerk im österreichischen Linz.

All das sind Faktoren, die er auch aufführt, wenn er unterwegs ist. Es geht nicht nur darum, weltweit Prozesskrane, Automatikkrane und Windensysteme mit Traglasten bis 500 Tonnen made by BANG weiter erfolgreich zu vertreiben, sondern auch das Vogtland noch bekannter zu machen als Wirtschaftsstandort mit vielen schönen Flecken.

Marcus Bang hat selbst einen Lieblingsplatz im Vogtland.

„Bad Elster, mein Wohnort, weil es daheim am schönsten ist.“

Zur PersonMarcus Bang

Vita

  • 1983 geboren, aufgewachsen in Adorf
  • eingeschult in Adorf, Wechsel zum Gymnasium Markneukirchen, 2009 Studium in Dresden und Breitenbrunn als Technischer Betriebswirt beendet
  • Start ins Berufsleben bei BANG Kransystemen, der Firma, die sein Vater Werner Bang gleich nach der Wende gründete
  • jetzt gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder Christoph Geschäftsführer des international erfolgreichen Familienunternehmens
  • wohnt heute in Bad Elster, die Familienplanung läuft